

„Es ist vermutlich das zivilste Militärmuseum der Welt, antimilitaristisch durch und durch – keine Spur von Kriegsverherrlichung.“
Wer beim 26. DRESDEN-MARATHON die Ziellinie im Heinz-Steyer-Stadion überquert, nimmt mehr mit nach Hause als die Erinnerung an 5, 10, 21,1 oder 42,195 Kilometer durch Dresden. Unsere Finisher-Medaille erzählt jedes Jahr auch ein kleines Stück Geschichte unserer Stadt.
Passend zu unserem Motto „Run Through History“ rückt dabei Jahr für Jahr ein besonderes Dresdner Bauwerk in den Mittelpunkt. 2026 haben wir uns für ein Gebäude entschieden, das Vergangenheit und Gegenwart auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet: Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr.
Ein Gebäude mit vielen Geschichten
Das heutige Museumsgebäude wurde 1876/77 als Arsenalhauptgebäude der Dresdner Albertstadt fertiggestellt. Seine Geschichte reicht vom Waffenlager über unterschiedliche militärhistorische Museen bis zum heutigen Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. Seit seiner umfassenden Neukonzeption versteht sich das Museum dabei nicht allein als Ort, an dem militärische Geschichte gezeigt wird. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Ursachen, Formen und Folgen von Krieg und militärischer Gewalt sowie deren Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft.
Das Museum möchte Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, überlieferte Sichtweisen hinterfragen und zum Nachdenken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anregen.
Besonders sichtbar wird dieser Anspruch bereits von außen.
Wenn moderne Architektur Geschichte durchbricht
Der historische Arsenalbau aus dem 19. Jahrhundert wird von einem weithin sichtbaren Keil aus Glas, Stahl und Beton durchschnitten. Entworfen wurde dieser markante Neubau vom international bekannten Architekten Daniel Libeskind. Nach dem Umbau wurde das neugestaltete Museum 2011 eröffnet.
Der Keil ist dabei weit mehr als ein architektonischer Blickfang.
Er durchbricht ganz bewusst die Symmetrie und Geschlossenheit des historischen Gebäudes und steht sinnbildlich für einen Bruch mit bisherigen Sichtweisen auf Militärgeschichte. Seine schrägen Wände brechen räumliche Konventionen auf und eröffnen neue Perspektiven – ganz entsprechend dem Anspruch des Museums, Geschichte nicht nur chronologisch zu erzählen, sondern sie kritisch und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Auch die Verbindung zu Dresden ist unmittelbar: Die Sichtachse des Keils verweist auf die Zerstörung der Stadt im Februar 1945. Mit einem Winkel von 40,1 Grad zeichnet er nach Angaben des Museums den Trichter der Zerstörung nach, der sich damals über die Dresdner Innenstadt erstreckte.
Damit treffen in diesem Gebäude zwei Formen der Geschichtsbetrachtung unmittelbar aufeinander: Der historische Arsenalbau steht für die klassische, chronologische Erzählung von Geschichte. Der Libeskind-Keil bricht diese Ordnung auf und fordert dazu auf, bekannte Perspektiven zu hinterfragen.
Warum dieses Motiv auf unsere Medaille gehört
Genau diese Verbindung hat uns bei der Auswahl unseres Medaillenmotivs für 2026 besonders angesprochen.
Der DRESDEN-MARATHON trägt mit „Run Through History“ nicht ohne Grund die Geschichte der Stadt in seinem Claim. Unsere Strecke führt an Orten vorbei, an denen Dresdner Geschichte sichtbar wird – von den weltberühmten Bauwerken der historischen Altstadt bis zu Gebäuden und Stadtvierteln, die ganz unterschiedliche Kapitel dieser Stadt erzählen.
Auch unsere Finisher-Medaillen greifen diese Idee auf. Jedes Jahr wählen wir ein besonderes Dresdner Gebäude als Motiv aus und machen damit ein weiteres Stück der Stadtgeschichte zum Teil des DRESDEN-MARATHON.
2026 fällt unsere Wahl auf das Militärhistorische Museum, weil kaum ein anderes Dresdner Gebäude Vergangenheit und Gegenwart architektonisch so deutlich miteinander verbindet. Es bewahrt Geschichte, setzt sich gleichzeitig kritisch mit ihr auseinander und zeigt, dass Geschichte immer auch eine Frage der Perspektive ist.
Das passt für uns zu einer Stadt wie Dresden – einer Stadt, deren Geschichte von Glanz und Zerstörung, von Brüchen, Veränderungen und Neuanfängen geprägt ist. Denn wer beim DRESDEN-MARATHON durch Dresden läuft, passiert nicht einfach nur schöne Gebäude. Er läuft durch eine Stadt voller Geschichten.
Dein Stück Dresden im Ziel
Am 25. Oktober wird das Militärhistorische Museum deshalb ein ganz besonderes Stück des 26. DRESDEN-MARATHON.
Nach den letzten Metern und dem Zieleinlauf im Heinz-Steyer-Stadion wartet die Finisher-Medaille auf euch – und mit ihr ein weiteres Stück Dresdner Geschichte, das euch noch lange an euren Lauf durch unsere Stadt erinnern soll.